Wir über uns

"Natürlich" besser - Pflanzliche Sportnahrung made in Bavaria
Veety [Wiiti] Kunstbegriff ohne tiefere Bedeutung



Zusammen mit Leistungssportlern, Ernährungswissenschaftlern und Trainern entwickeln wir Produkte mit perfekten Nährwerten und ausschließlich natürlichen Zutaten.
Wir verzichten bewusst auf technische Hilfsstoffe und künstliche Zutaten. Für uns ist klar - der Mensch braucht mehr Natur - nicht weniger. Und die Natur liefert uns die perfekten Zutaten für eine leistungsstarke Ernährung.

Zudem entwickeln und produzieren wir komplett in Bayern. In einer Gegend, wo die Natur noch intakt ist und uns die notwendige Inspiration liefert. Veety - Bayrisch Vegan ist also kein Slogan, sondern unsere Mission und tägliche Arbeit für noch bessere Produkte im Sinne einer gesunden Ernährung.


Der harte Weg der Erkenntnis – wie alles begann.
[Thomas Neff]

1974 – Hauptsache satt werden
Leistungssport und Ernährung. Das Thema beschäftigt mich schon seit meiner Kindheit. Mit 6 Jahren begann meine Ausbildung als Ringer und Skifahrer. Ich war ein typischer Allesfresser mit ständigen Hungerattacken. Zu dieser Zeit stand „satt werden“ auf meiner Skala ganz oben. Mit beachtlichen 28 kg hatte ich meinen ersten Kampf.


1983 – Entdeckungsreise nach Berchtesgaden
Mit 15 Jahren wechselte ich auf das Skigymnasium nach Berchtesgaden. Der alpine Rennsport und das Interesse am Skispringen kamen hier voll auf ihre Kosten. Der erste Kontakt zum Profisport war hergestellt und sehr schnell war klar – da geht mehr. Neugierig, was die Profis so alles zu sich nahmen, begann auch ich zunächst mit isotonischen Getränken (von der Fa. Champ – gibt’s die noch?) und zusätzlichem Protein zu experimentieren. Die Auswahl an schlecht löslichen Milchproteinen war bescheiden und der Geschmack eher anspruchsvoll. Jede Menge Eier und andere tierische Eiweißquellen sollten meinen Speiseplan nützlich ergänzen.

Das Leben im Internat war geprägt von Training und Nahrungsmittelbeschaffung (dank guter Beziehungen zur Küche, aber machbar). Hoch motiviert steigerte ich mein Training auf zwei Einheiten am Tag und mein Körpergewicht auf 68 kg. Kondition, Schnellraft, Kraft und Geschicklichkeit (motorische Fähigkeiten) entwickelten sich prächtig. Statt Schule hat man mich regelmäßig im Kraftraum angetroffen – meine Lehrer fanden das weniger lustig. Im Kraftraum fand ich auch meine große Liebe – das Eisen.

1984 – Die Milch macht‘s leider nicht
Mit 16 Jahren verließ ich die Athletenschmiede Berchtesgaden und trainierte ab sofort wieder in Garmisch. Mein Schwerpunkt wieder Ringen und Krafttraining - das passte perfekt zusammen und sportliche Erfolge gaben sich die Hand. Mein erster Sponsor versorgte mich mit reichlich Milcheiweiß und isolierten Aminosäuren. Doch das war mir nicht genug. Ein professioneller Ernährungsplan musste her und ab diesem Zeitpunkte kochte ich selbst (zum Unverständnis meiner Eltern). Wenig abwechslungsreich, aber hoch funktionell waren drei Produkte mein tägliches Brot:
Reis, Pute und Magerquark, 3 x täglich. Abwechslung schaut anders aus.

Nachdem ich mit 17 Jahren meine Ringerlaufbahn beenden musste (die Ringermannschaft des TVG löste sich auf), konzentrierte ich mich auf Powerlifting und Bodybuilding. Mein Kampfgewicht stieg innerhalb von drei Jahren von 75 kg auf 90 kg (trocken, mit 5% Körperfett). Belohnt wurde meine Arbeit mit verschiedenen Titeln im Bankdrücken und Bodybuilding (u.a. Bayerischer Meister etc.).

1990 – Leistung hat seinen Preis
In den 90’ern, mitten im Bodybuilding-Hipe, zog es mich nach München. Studieren und Trainieren – was für ein geiles Leben. Im Leistungszentrum von Albert Busek lernte ich Andi Münzer kennen, meinen Mentor und Trainer. Müde vom vielen Quark schlief ich prächtig bei den Vorlesungen und ließ das Studium schleifen.
Ich war gezwungen meinen Ernährungsplan zu erweitern: Jetzt Eier, Haferflocken, Pute, Reis und Magerquark. Das machte mich jedoch auch nicht munterer.
Ich war in der Form meines Lebens als mich ernsthafte Verletzungen und andere Beschwerden ein erstes Mal in die Knie zwangen. Was war passiert? Mein Körper hatte genug und sämtliche Muskeln waren total übersäuert. Schmerzen in den Gelenken und chronische Entzündungen gaben sich die Hand. Ein „weiter so“ undenkbar. Die geplante Junioren WM war geplatzt.

1992 – Alles roh
Neben meinem Studium der Lebensmitteltechnologie (war ja logisch) an der TU München / Weihenstephan machte ich noch eine Ausbildung zum medizinischen Masseur. Ich wollte einfach mehr über meinen Körper erfahren und das war gut so.  Mein Sport beschränkte sich von nun an auf Laufen und Gleitschirmfliegen. Schwere Gewichte tabu. Mein Körpergewicht pendelte sich bei 70 kg ein. Über einen Bekannten lernte ich die Paleo-Ernährung (Rohkost) kennen. Alles roh und unverarbeitet. Nüsse, Samen, Gemüse und Obst. Kein kochen mehr, keine Pizza und keine Pasta – das war nur bedingt lustig. Mein Körper erholte sich jedoch zusehends. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen wechselte ich zum Boxen (SC Freising). Im Studium stolperte ich über das Thema Pflanzenprotein - und da waren sie wieder, meine Proteine.

1995 – Pflanzenproteine und anderes „Grünzeug“
Raps, Lupine und andere pflanzliche Proteine haben mich für die nächsten Jahre beschäftigt. Durch meine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer Institut für Lebensmitteltechnologie und Verpackung / Freising habe ich so einiges über meine pflanzlichen Freunde gelernt, was sich bald auch in meiner Ernährung widerspiegelte. Statt Paleo war jetzt in erster Linie Grünzeug meine Nahrung. Low Carb und extrem proteinlastig. Der nächste Selbstversuch in Sachen Ernährung bahnte sich an. Raps- und Lupinenprotein wurden auf Herz und Nieren getestet. Die Qualität der selbst produzierten Proteine war jedoch unterirdisch und für den menschlichen Verzehr (zu dieser Zeit) nicht wirklich geeignet.  Die nächste Sackgasse in meiner Ernährung. Erst durch meinen beruflichen Wechsel von der Forschung zur Industrie (Dr. Oetker) normalisierte sich meine Ernährung wieder etwas in Richtung „Normalkost“. Ich führte ein fast normales Leben.

1998 – Back to the roots
Zurück in Garmisch (ich hatte genug vom miesen Wetter in Bielefeld) begann ich wieder mit Kraftsport und sehr viel Kampfsport (MMA, BJJ). Aufgrund massiver Trainingseinheiten und zahlreicher Wettkämpfe stieg mein Regenerationsbedarf und somit mein Proteinbedarf. Von Pute, Eiern und Quark hatte ich die Schnauze voll. Ebenso von Raps und Lupinen. Ich war auf der Suche nach einer vernünftigen Proteinquelle mit ausgewogenen Nährstoffen. Dank meiner Erfahrung manifestierte sich die Erkenntnis, dass tierische Proteine nicht das Gelbe vom Ei sind. Zumindest bei Nahrungsergänzungsmittel sollte es rein pflanzlich sein.

2016 – Veety geht an den Start
Eine umfangreiche Marktrecherche im Bereich Nahrungsergänzung war ernüchternd. Im Pflanzenbereich dominierte Soja – keine Alternative für mich. Ausgestattet mit einem fundierten Wissen über Pflanzenproteine stellte ich meine Favoriten zur Proteinversorgung wie folgt zusammen:
Reisprotein, Erbsenprotein, Hanfprotein, Mandelprotein und Kokosprotein. Kombiniert man jeweils mindestens zwei dieser wunderbaren Proteine ist die optimale Versorgung mit allen lebensnotwendigen Aminosäuren gesichert. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente kommen dabei quasi gratis dazu. Muskelaufbau und schnelle Regeneration dank hochwertiger Pflanzenproteine – so meine Idee. Da es kein entsprechendes Produkt am Markt gab, war die Idee der eigenen Produktlinie naheliegend. Veety wurde geboren.

Die Erkenntnis aus 40 Jahren Sport & Ernährung
Wenn ich etwas gelernt habe, dann eines: Eine einseitige und extreme Ernährungsform schadet mehr als sie nützt. Nach Tonnen von Quark, Milchproteinen und Pute hat mein Körper Jahre gebraucht um wieder leistungsgerecht zu funktionieren. Entzündungen, schlechte Haut und Blähbauch gehören heute Gott sei Dank der Vergangenheit an. Meinen erhöhten Proteinbedarf decke ich zu 100% mit pflanzlichen Proteinen. Dabei setze ich natürlich auf unsere hochwertigen Produkte von Veety. Da steckt alles drin, was für eine ausgewogene Ernährung wichtig ist. Also beim Kauf von Subs die Augen auf und beachtet Folgendes:

1. Kauft nicht das billigte Produkt.
Qualitativ hochwertige Rohstoffe haben ihren Preis. Bei Kilopreisen unter 20 Euro sollten die Alarmglocken läuten. Gerade die Discount-Produkte enthalten oft extrem minderwertige Zutaten und jede Menge Füllstoffe um Geld zu sparen.

2. Schaut auf die Zusammensetzung.
Billiges Soja, technische Hilfsstoffe und künstliche Aromen haben nichts in einem hochwertigen Produkt zu suchen. Bio-Zutaten sind auf Rückstände getestet und geben einen ersten Hinweis auf die Qualität.

3. Glaubt nicht alles.
Kein Nahrungsergänzungsmittel kann zaubern. Viele Produkte wie z.B. Carnitin, diverse Booster etc. sind sogar komplett wirkungslos. Kurzfristige Effekte werden dabei mit mehr Wasser im Körper vorgetäuscht. Langfristig werdet ihr also mit den vielen „Wundermitteln“ nur euer hart verdientes Geld vernichten. Und noch ein Tipp: Isolierte Aminosäuren verkaufen sich super – bringen aber keinen Vorteil. Euer Körper holt sich genau die Aminos aus den Proteinen, die er benötigt. Alle anderen werden als Harnstoff ausgeschieden und landen im Klo.

4. Eiserne Regel
Wer langfristig im Sport vorwärtskommen möchte, braucht nur eine Regel befolgen. „Esst so natürlich wie möglich“. Die Natur hat uns alle notwendigen Stoffe schon perfekt vorbereitet. Je stärker die Rohstoffe verarbeitet werden, umso  weniger brauchbar werden diese für unseren Organismus. Von medizinischen Notfällen abgesehen.

5. Macht euch nicht verrückt
Extreme Formen der Ernährung führen irgendwann zu richtigen Essstörungen. Ich weiß, wovon ich spreche. Wenn ihr also mal Lust auf Pizza oder Eis habt – kein Problem. Wie bei allen Dingen im Leben ist die Dosis entscheidend. Wer es also nicht übertreibt, wird mit einer Pizza nicht untergehen.

Bleibt fit,
Thomas Neff